Die Geschichte der ElektromobilitĂ€t beginnt bereits – hĂ€tten Sie es gedacht? – im frĂŒhen 19. Jahrhundert. Schon damals, also lange vor den heute so weit verbreiteten Verbrennungsmotoren, wurden Motoren elektronisch angetrieben. Sie waren die Vorreiter autonom angetriebener Fahrzeuge und auch Anfang des 20. Jahrhunderts noch in der Ăberzahl. Jedoch ĂŒberholten die Verbrennungsmotoren schlieĂlich doch und wurden zu dem, was sie bis heute sind: die vorherrschende Antriebsart unter den Automobilen.
Die frĂŒhen Stadien der ElektromobilitĂ€t
ElektromobilitĂ€t ist also keine Idee der Neuzeit, sondern schon lĂ€ngst bekannt. Die ersten Ideen und auch Patente dazu gab es schon in der ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts. Einer der wichtigsten Wegbereiter der heutigen ElektromobilitĂ€t war Michael Faraday, ein Forscher aus England, der herausfand, wie mithilfe des Elektromagnetismus die dauerhafte Rotation erzeugt werden kann – das Grundprinzip der Funktion von Elektromotoren.
Erste offizielle Elektromobile noch vor 1900
Auch ein Deutscher reihte sich in die Ahnenreihe der ElektromobilitÀt ein: Werner von Siemens. Er und seine Wegbegleiter arbeiteten mit Hochdruck an neuen Erkenntnissen und Entwicklungen zum Elektromotor, wie zum Beispiel auch Gustave Trouvé, der 1881 das offiziell erste anerkannte Elektromobil erfand und anmeldete. Es war im Prinzip eine Art Dreirad, das von Bleiakkus angetrieben wurde und somit bis zu 12 km/h schnell, bzw. 26 Kilometer weit fahren konnte.
Vom Verbrennungsmotor ĂŒberholt
In den folgenden Jahren verzeichneten elektrisch betriebene Motoren mehr und mehr Erfolge und Elektroautos wurden mittlerweile auch in gröĂeren Mengen produziert. SpĂ€testens jedoch mit den 1910er-Jahren wurde die ElektromobilitĂ€t ausgebremst, denn der Verbrennungsmotor bot einfach deutliche Vorteile: Leichtere ZĂŒndung, gröĂere Reichweite, einfachere Treibstoffzufuhr.
Wo ElektromobilitÀt weiterhin Bestand hatte
Vor allem im Bereich der Automobile wurde die ElektromobilitÀt also zunÀchst deutlich ausgebremst und spielte hier bald keine Rolle mehr. Es gab aber Bereiche, in denen die sie durchaus weiterhin Anwendung fand, wie zum Beispiel im Bereich Logistik, Landwirtschaft oder auch öffentlicher Nahverkehr. Hier wurde die ElektromobilitÀt nicht nur weiter angewandt, sondern auch weiterentwickelt.
Neue ElektromobilitĂ€t – Aus der Not geboren?
Die Autofahrer jedoch fuhren Jahrzehnte lang mit Verbrennungsmotoren, eine Entwicklung, deren Nachteile sich zum ersten Mal allen sehr deutlich in den 1990er-Jahren zeigte. Die Ălkrise dieser Zeit zeigte einer breiten Ăffentlichkeit auf, dass man langfristig denken muss, auch in der MobilitĂ€t. Zudem entwickelte sich durch Ozonloch und FCKW-Problematik parallel ein neues Umweltbewusstsein bei den Menschen, was ebenfalls die emissionsreichen Verbrennungsmotoren in Frage stellte. In dieser Zeit wurden durchaus auch ernst gemeinte Fahrzeugreihen auf den Markt gebracht, vor allem von asiatischen Herstellern wie Toyota, Honda oder Nissan, die aber nie wirklich eine groĂe Verbreitung erreichten.
ElektromobilitÀt heute
Heute, noch einmal rund 20 Jahre spĂ€ter, hat die ElektromobilitĂ€t wieder ein neues Hoch erreicht. Das Umweltbewusstsein ist momentan wieder stark und es gibt Hersteller wie Tesla, die die Entwicklung der ElektromobilitĂ€t stark vorantreiben. Der Tesla Roadster gilt als erstes serienmĂ€Ăig hergestelltes Elektroauto der Welt und ist damit ein Meilenstein in der Entwicklung der ElektromobilitĂ€t.
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Hinzu kommt auch, dass bereits bestehende Fahrzeuge auf Elektroantrieb umgerĂŒstet werden können. Insgesamt macht ElektromobilitĂ€t im Bereich der Automobile immer mehr Boden gut im Vergleich zu Verbrennungsmotoren.
Zukunftsmarkt China
So weit, so gut – Aber wie sehen die Zukunftsaussichten der ElektromobilitĂ€t aus? Viel Vergangenheit hat die ElektromobilitĂ€t schon – Bereits im Jahr 2013 feierte sie ihr 125. JubilĂ€um. Damit die ElektromobilitĂ€t aber auch noch eine lange Zukunft hat, kann man Hoffnung vor allem auch in den chinesischen Markt setzen. Das Milliardenreich hat nicht nur viele, viele potenzielle Autofahrer, sondern ist auch ein Antrieb fĂŒr die ElektromobilitĂ€t. Jeder Autohersteller, der in China FuĂ fassen will, muss einen festgeschriebenen Anteil an produzierten Elektroautos nachweisen.
Die Zukunft der ElektromobilitÀt in Deutschland
Auch Deutschland treibt die Entwicklung der ElektromobilitÀt voran: Bis 2030 will man hierzulande nur noch Elektroautos zulassen, und seit einigen Jahren werden der Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur forciert: Es soll mehr Ladestationen geben, die schneller aufladen.
Entwicklungen, die so Ă€hnlich auch in vielen anderen LĂ€ndern wie SĂŒdkorea, England, Frankreich oder den skandinavischen LĂ€ndern schon in die Wege geleitet wurden und die dafĂŒr sorgen, dass die ElektromobilitĂ€t ihrer Geschichte noch viele positive Kapitel hinzufĂŒgen wird.